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Was der Bau eines Padelplatzes kostet

Beim Bau eines Außenplatzes fallen neun Kostenposten an, vom Bauantrag bis zur Montage. Fundament, Court-Typ und Lärmschutz bewegen den Preis am stärksten, in einer Halle kommen Brandschutz und Heizung hinzu.

Ein Padelplatz kostet je Court 46.100 bis 138.000 Euro. Ein Außenplatz für einen Verein liegt bei 46.100 bis 76.000 Euro, eine kommerzielle Außenanlage mit Lärmschutzwand bei 80.000 bis 129.500 Euro. Der Umbau einer bestehenden Halle kostet 72.500 bis 138.000 Euro je Court. Eine feste Überdachung kommt mit 70.000 bis 250.000 Euro je Court hinzu.

Außenplatz für einen Verein, je Court
46.100 bis 76.000 €
Kommerzielle Außenanlage mit Lärmschutz, je Court
80.000 bis 129.500 €
Court in einer bestehenden Halle
72.500 bis 138.000 €
Feste Überdachung, zusätzlich je Court
70.000 bis 250.000 €

Die Summen addieren die Preisspannen der einzelnen Posten im Padelplatz-Kostenrechner, Preisstand 2026. Einen verbindlichen Preis nennt erst das Angebot eines Court-Herstellers, der Ihr Grundstück kennt.

Neun Posten bestimmen den Preis eines Außenplatzes

Padel ist ein Rückschlagspiel für vier Personen, das Elemente aus Tennis und Squash verbindet. Gespielt wird auf einem 20 mal 10 Meter großen Feld, das Glas- und Gitterwände auf einem Stahlgerüst umschließen. Dieses Spielfeld mit seinen Wänden heißt Court, und Hersteller nennen ihre Preise je Court.

Der Ball prallt ständig gegen die Wände, und der Wind drückt auf die großen Glasflächen. Das Gerüst muss deshalb fest im Boden verankert sein. Ein Padelplatz ist damit ein Bauwerk: Er braucht ein Fundament, einen Stahlbau und eine statische Berechnung.

Die Kosten fallen in fester Reihenfolge an. Zuerst kommen Bauantrag und Lärmschutz, dann Fundament, Court und Licht, zuletzt Transport und Montage. Fundament und Court machen bei jedem Außenplatz den größten Teil der Summe aus. Steht ein Wohnhaus in der Nähe, kann die Lärmschutzwand mit 12.000 bis 28.000 Euro so viel kosten wie ein Standard-Court.

Preisspanne je Posten für einen Außenplatz mit einem Court

  • fällt immer an
  • fällt nur bei Bedarf an
  1. 1.Architekt und Bauantrag

    5.000 bis 10.000 €
  2. 2.Schallgutachten

    bei Wohnhäusern in der Nähe

    2.000 bis 5.000 €
  3. 3.Lärmschutzwand

    wenn das Gutachten sie verlangt

    12.000 bis 28.000 €
  4. 4.Fundament

    je nach System

    20.000 bis 40.000 €
  5. 5.Court mit Glaswänden

    je nach Bauart

    12.600 bis 38.000 €
  6. 6.Kunstrasen-Aufpreis

    Monofilament oder texturiert

    500 bis 2.500 €
  7. 7.LED-Flutlicht

    Masten oder Linear-LED

    1.500 bis 8.000 €
  8. 8.Transport

    für 1 bis 2 Courts

    3.000 bis 5.000 €
  9. 9.Montage

    4.000 bis 6.000 €
Jeder Balken reicht vom günstigsten bis zum teuersten Preis des Postens, in der Reihenfolge der Baustelle. Eine Überdachung kostet zusätzlich 60.000 bis 250.000 Euro.

Bauantrag und Lärmschutz kosten im Freien 5.000 bis 43.000 Euro

Für die Baubehörde ist ein Padelplatz eine bauliche Anlage. So nennen die Landesbauordnungen (LBO) der Bundesländer alles, was aus Bauprodukten hergestellt und mit dem Boden verbunden ist. Bauliche Anlagen brauchen fast immer eine Baugenehmigung. Das gilt für einen neuen Außenplatz genauso wie für einen Court in einer umgenutzten Halle.

Ein Schallgutachten kostet 2.000 bis 5.000 Euro

Ob ein Padelplatz genehmigt wird, hängt meist am Lärm. Padel klingt anders als Tennis. Der Ball knallt auf den Schläger aus Carbon und EVA-Schaum, prallt laut von den Glaswänden ab, und vier Spieler rufen sich auf engem Raum zu. Akustiker nennen solche kurzen, lauten Geräusche Impulsgeräusche.

Stehen Wohnhäuser in der Nähe, verlangt die Behörde fast immer ein Schallgutachten. Maßstab ist die Sportanlagenlärmschutzverordnung (18. BImSchV), eine Verordnung des Bundes. Sie legt fest, wie laut eine Sportanlage an den benachbarten Wohnhäusern sein darf. Das Gutachten berechnet den zu erwartenden Pegel und nennt die Auflagen, unter denen der Platz genehmigt werden kann.

Eine Lärmschutzwand kostet 12.000 bis 28.000 Euro

Überschreitet der berechnete Pegel den Grenzwert, macht die Behörde oft eine Lärmschutzwand zur Bedingung für die Baugenehmigung. Die Wand steht an der Längsseite des Courts, die zu den Wohnhäusern zeigt. Sie ist etwa 20 Meter lang und 4 Meter hoch und hält den Schall in diese Richtung deutlich zurück.

Lärmschutzwand zwischen Court und Wohnhäusern, Lageplan

  1. 1 Wohnhäuser: An diesen Häusern prüft das Schallgutachten, ob der Grenzwert eingehalten wird.
  2. 2 Lärmschutzwand: etwa 20 m lang und 4 m hoch, entlang der Längsseite, die zu den Häusern zeigt.
  3. 3 Court: 20 m lang und 10 m breit, umschlossen von Glas- und Gitterwänden.

Architekt und Bauantrag kosten 5.000 bis 10.000 Euro

Den Bauantrag reicht ein vorlageberechtigter Entwurfsverfasser ein. Das ist ein Architekt oder Bauingenieur, der nach Landesrecht Bauanträge unterschreiben darf. Zum Antrag gehören Lageplan, Bauzeichnungen und der Entwässerungsantrag. Das Honorar richtet sich nach der HOAI, der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Für einen Außenplatz fallen die Leistungsphasen 1 bis 4 an: Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung.

Antrag und Brandschutz für einen Court in einer bestehenden Halle kosten 20.000 bis 50.000 Euro

Wer einen Court in eine Industrie- oder Lagerhalle stellt, ändert deren Nutzung. Dafür braucht es einen Antrag auf Nutzungsänderung, weil eine Sportstätte andere Brandschutzregeln erfüllen muss als ein Lager. Meist verlangt die Behörde zusätzliche Fluchtwege, eine Rauchabzugsanlage, Feuerlöscher und eine Notbeleuchtung. Wie viel davon nachgerüstet werden muss, hängt vom Zustand der Halle ab, und genau daraus ergibt sich die breite Spanne.

Kosten für Genehmigung und Lärmschutz
PostenPreisspanne
Schallgutachten2.000 bis 5.000 €
Lärmschutzwand, 20 m lang, 4 m hoch12.000 bis 28.000 €
Architekt und Bauantrag, Außenplatz (HOAI-Leistungsphasen 1 bis 4)5.000 bis 10.000 €
Nutzungsänderung und Brandschutz, Halle20.000 bis 50.000 €

Das Fundament kostet 20.000 bis 40.000 Euro je Court

Bei einem Außenplatz ist das Fundament der teuerste Einzelposten. Der Wind drückt auf die Glaswände, und jeder Pfosten leitet diese Kraft als Punktlast in den Boden, also als Kraft, die auf eine sehr kleine Fläche wirkt. Gibt der Boden darunter nach, setzt sich der Court ungleichmäßig. Dann können Glasscheiben brechen.

Welches der drei üblichen Fundamente passt, entscheidet der Boden: wie viel er trägt und wie hoch das Grundwasser steht. Das klärt ein Bodengutachten vor der Planung.

Frisch gegossene Betonplatte für einen Padelplatz in einer Holzschalung auf Schotter, im Hintergrund ein Bagger
Frisch gegossene Bodenplatte für einen Außenplatz, eingefasst von einer Holzschalung auf verdichtetem Schotter. Bild: KI generiert.

Die drei Fundamente im Querschnitt

Ringfundament

20.000 bis 30.000 €

Ein Betonring trägt die Pfosten, innen liegt Schotter.

Stahlbetonplatte

20.000 bis 35.000 €

Eine bewehrte Platte trägt den ganzen Court, Regen läuft über das Gefälle ab.

Dränasphalt-System

30.000 bis 40.000 €

Poröser Asphalt im Betonring lässt Regen senkrecht in den Schotter sickern.

  • Kunstrasen
  • Beton
  • Dränasphalt
  • Schotter oder Splitt
  • gewachsener Boden
  • Weg des Regenwassers

Das Ringfundament kostet 20.000 bis 30.000 Euro und reicht für tragfähige Böden

Beim Ringfundament, auch Streifenfundament genannt, gießt die Baufirma einen umlaufenden Betonrahmen, auf dem die Stahlpfosten verankert werden. Innerhalb des Rings tauscht sie den Boden aus und baut eine kapillarbrechende Schicht aus Schotter oder Splitt ein. Diese Schicht verhindert, dass Wasser aus dem Untergrund nach oben steigt. Auf tragfähigem Boden ist das Ringfundament die günstigste Lösung.

Eine Stahlbetonplatte kostet 20.000 bis 35.000 Euro und trägt auch auf schwachem Boden

Bei instabilem Boden oder hohem Grundwasser führt an einer bewehrten Betonplatte (englisch Slab) oft kein Weg vorbei. Bewehrt heißt, dass Stahlstäbe im Beton liegen und die Platte zusammenhalten. Sie trägt den Court auf ganzer Fläche. Beton lässt allerdings kein Wasser durch. Regen muss deshalb über ein Gefälle von 0,5 bis 1 Prozent an der Oberfläche ablaufen. Das Gefälle verändert den Ballabsprung leicht, und im Winter kann die Fläche vereisen.

Dränasphalt kostet 30.000 bis 40.000 Euro und ist nach Regen in Minuten bespielbar

Beim Dränasphalt-System baut die Baufirma innerhalb eines Ringfundaments eine Schicht aus großporigem Asphalt ein. Durch die Poren sickert der Regen senkrecht in den Schotter darunter. Der Platz braucht deshalb kein Gefälle und ist wenige Minuten nach einem Starkregen wieder bespielbar. Im Sportplatzbau gilt Dränasphalt als die hochwertigste der drei Lösungen.

Kosten des Fundaments je Court
PostenPreisspanne
Ringfundament20.000 bis 30.000 €
Stahlbetonplatte20.000 bis 35.000 €
Dränasphalt-System30.000 bis 40.000 €

Der Court kostet je nach Bauart 12.600 bis 38.000 Euro

Der Court besteht aus einem Stahlgerüst, Glasscheiben und Gitterelementen. Von ihm hängt ab, wie sicher gespielt wird und wie die Anlage aussieht. Die drei Bauarten unterscheiden sich vor allem darin, wo Stahlpfosten stehen und wo nur Glas.

Drei Court-Bauarten, Rückwand und Grundriss

Rückwand von innen

Grundriss

Standard-Court

12.600 bis 22.000 €

Zwischen allen Glasscheiben stehen Stahlpfosten, an den Rückwänden alle 2 Meter, und Rahmen halten das Glas. Diese Bauart ist sehr robust und eignet sich für Vereine und für Anlagen, die ohne Aufsicht laufen.

Rückwand von innen

Grundriss

Panoramic-Court

20.000 bis 28.000 €

Zwischen den Glasscheiben stehen keine Pfosten, das Glas sitzt in Halterungen. Pfosten gibt es nur an den Ecken und im Gitterbereich. Zuschauer sehen besser, und der Court wirkt moderner.

Rückwand von innen

Grundriss

Full-Panoramic-Court

28.000 bis 38.000 €

Zusätzlich fehlen die vier Eckpfosten, auch die Ecken sind nur Glas. Diese Bauart steht auf Turnieren mit Fernsehübertragung und ist statisch am anspruchsvollsten.

  • Glaswand
  • Gitter
  • Stahlpfosten
  • Halterung zwischen Glasscheiben
  • Zugang neben dem Netz
Oben die Rückwand von innen gesehen: 10 Meter breit, 3 Meter Glas, darüber 1 Meter Gitter. Darunter der Grundriss des Courts von 20 mal 10 Metern. Die Seitenwände bestehen auf den ersten 4 Metern ab jeder Ecke aus Glas, dazwischen aus Gitter. Neben dem Netz liegen auf beiden Seiten die Zugänge. Maße nach den Spielregeln des Weltverbands FIP.
Blick durch die pfostenlose Glas-Rückwand eines Panoramic-Courts auf das blaue Spielfeld
Rückwand eines Panoramic-Courts: Die Glasscheiben stoßen ohne Stahlpfosten aneinander. Bild: KI generiert.

12-mm-Glas kostet 1.000 bis 2.000 Euro Aufpreis und ist bei Panoramic Pflicht

Die Wände bestehen aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG). Dieses Glas ist durch Wärme vorgespannt und zerfällt beim Bruch in kleine, stumpfe Krümel statt in scharfe Scherben. Standard-Courts haben oft 10 Millimeter starkes ESG. Bei Panoramic-Courts ist 12 Millimeter starkes Glas statisch zwingend, weil die Scheiben ohne stützende Pfosten dazwischen auskommen. Auch an windigen Standorten und dort, wo Vandalismus droht, sollten Sie 12 Millimeter wählen.

Verstärkter Stahl für Küste und Inseln kostet 3.000 bis 5.000 Euro

Für die Statik ist Deutschland in vier Windzonen eingeteilt. Die höchsten Zonen 3 und 4 betreffen vor allem die Küste und die Inseln, etwa Sylt oder Norderney. Dort reichen die üblichen Stahlprofile von 100 mal 50 Millimetern oft nicht aus. Der Hersteller verbaut dann verstärkte Profile und zusätzliche Bodenanker, ausgelegt nach der statischen Berechnung für den Standort.

Kosten des Courts je Court
PostenPreisspanne
Standard-Court12.600 bis 22.000 €
Panoramic-Court20.000 bis 28.000 €
Full-Panoramic-Court28.000 bis 38.000 €
Aufpreis 12-mm-Glas1.000 bis 2.000 €
Verstärkter Stahl für Küste und Inseln3.000 bis 5.000 €

Monofilament- oder texturierter Kunstrasen kostet 500 bis 2.500 Euro Aufpreis

Padel wird auf Kunstrasen gespielt, der immer mit Quarzsand verfüllt wird. Der Sand liegt zwischen den Fasern, macht den Belag griffig und lässt den Ball gleichmäßig abspringen. Ein fibrillierter Kunstrasen ist im Court-Preis bereits enthalten. Für eine andere Faser zahlen Sie einen Aufpreis.

Drei Kunstrasen-Fasern in der Seitenansicht

Fibrilliert

im Court-Preis enthalten

Die Fasern sind netzartig aufgespalten und halten den Sand gut fest. Der Belag ist günstig und rutschfest, wirkt aber bald verfilzt und nutzt sich schneller ab.

Monofilament

500 bis 1.000 € Aufpreis

Jede Faser steht als einzelner Halm. Der Rasen sieht natürlicher aus und hält länger, der Sand liegt dafür loser.

Texturiert

1.500 bis 2.500 € Aufpreis

Die gekräuselten Fasern halten den Sand fest, ohne ihn zu bedecken. Der Ball springt sehr gleichmäßig ab, und der Belag braucht wenig Pflege. Auf diesem Belag spielte die World Padel Tour (WPT), bis 2023 die größte Profiserie im Padel.

  • Kunstrasenfaser
  • Quarzsand
  • Trägermatte
Nahaufnahme von blauem Padel-Kunstrasen mit hellem Quarzsand zwischen den Fasern und einer weißen Linie
Blauer Kunstrasen aus der Nähe: Der helle Quarzsand liegt zwischen den Fasern. Bild: KI generiert.
Aufpreis Kunstrasen je Court
PostenPreisspanne
Fibrilliertim Court-Preis
Monofilament+ 500 bis 1.000 €
Texturiert+ 1.500 bis 2.500 €

LED-Flutlicht kostet 1.500 bis 8.000 Euro je Court

Gespielt wird vor allem abends nach der Arbeit. Die Beleuchtung entscheidet deshalb, wie viele Stunden sich ein Court am Tag vermieten lässt, und damit über die Wirtschaftlichkeit der ganzen Anlage.

Leerer Außen-Padelplatz in der Abenddämmerung, beleuchtet von LED-Strahlern auf hohen Masten an den Ecken
Außenplatz am Abend, ausgeleuchtet von LED-Strahlern auf Masten an den Ecken. Bild: KI generiert.

Standard-LED mit 4 bis 8 Strahlern kostet 1.500 bis 3.000 Euro

Die Standardlösung besteht aus 4 bis 8 LED-Strahlern auf 6 Meter hohen Masten an den Ecken oder an den Längsseiten des Courts. Wichtig ist asymmetrisches Licht. Asymmetrische Strahler werfen ihr Licht schräg auf das Feld, sodass die Spieler beim Blick nach oben nicht geblendet werden, etwa beim Schmetterball.

Masten oder LED-Leisten, Ansicht von oben

Standard-LED auf 6-Meter-Masten

1.500 bis 3.000 €

4 Strahler an den Ecken, bei Bedarf 4 weitere an den Längsseiten.

Linear-LED im Court-Rahmen

6.000 bis 8.000 €

LED-Leisten im Rahmen der Längsseiten leuchten das Feld ohne Schatten aus.

  • Mast mit Strahler
  • zusätzlicher Mast bei 8 Strahlern
  • LED-Leiste
  • ausgeleuchtete Fläche

Turniere brauchen 500 bis 750 Lux

Lux ist die Einheit der Beleuchtungsstärke. Sie gibt an, wie viel Licht auf einer Fläche ankommt. Die europäische Norm EN 12193 legt fest, wie hell Sportstätten beleuchtet sein müssen. Für Training und Freizeitspiel reichen danach 200 bis 300 Lux, offizielle Turniere und Fernsehübertragungen brauchen 500 bis 750 Lux.

Training
200 bis 300 Lux
Turniere und Fernsehübertragungen
500 bis 750 Lux

Linear-LED im Court-Rahmen kostet 6.000 bis 8.000 Euro

Linear-LED-Systeme sind LED-Leisten, die direkt in den Rahmen des Courts eingebaut werden. Sie werfen keine Schatten und lassen die Anlage sehr modern wirken. Auch die World Padel Tour setzte sie bei ihren Turnieren ein.

Kosten der Beleuchtung je Court
PostenPreisspanne
Standard-LED, 4 bis 8 Strahler1.500 bis 3.000 €
Linear-LED für Wettkämpfe6.000 bis 8.000 €

Eine Überdachung kostet 60.000 bis 250.000 Euro

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist ein Außenplatz ohne Dach ein wirtschaftliches Risiko. Bei Regen, Frost und Schnee bleibt er leer und bringt in diesen Monaten nichts ein. Drei Bauarten schützen den Court, und sie unterscheiden sich stark darin, was sie im Bau und was sie im Betrieb kosten.

Baukosten der drei Überdachungen

  1. Canopy

    offenes Dach, je Court

    70.000 bis 150.000 €
  2. Leichtbauhalle

    gedämmt, je Court

    150.000 bis 250.000 €
  3. Traglufthalle

    für 2 bis 3 Courts

    60.000 bis 100.000 €
Canopy und Leichtbauhalle sind je Court gerechnet, die Traglufthalle für 2 bis 3 Courts zusammen. Für die Traglufthalle kommen 5.000 bis 15.000 Euro für die Verankerung hinzu.

Ein Canopy kostet 70.000 bis 150.000 Euro je Court

Ein Canopy ist ein offenes Stahldach über dem Court. Es hält den Regen ab, gegen Kälte und Wind schützt es nicht. Der Platz bleibt aber trocken und lässt sich bespielen.

Eine Leichtbauhalle kostet 150.000 bis 250.000 Euro je Court

Eine Leichtbauhalle, auch Systemhalle genannt, ist eine gedämmte Stahlhalle mit Wänden und Dach aus Sandwichpaneelen. Sandwichpaneele sind Platten aus zwei Blechschalen mit Dämmstoff dazwischen. In der Halle lässt sich das ganze Jahr über bei 18 Grad spielen. Sie ist die teuerste Überdachung, steigert aber den Wert der Anlage und hält lange.

Gedämmte Stahlhalle mit zwei Padel-Courts nebeneinander, weißen Sandwichpaneelen und LED-Beleuchtung
Leichtbauhalle mit zwei Courts: Wände und Dach bestehen aus gedämmten Sandwichpaneelen. Bild: KI generiert.

Eine Traglufthalle kostet 60.000 bis 100.000 Euro für 2 bis 3 Courts

Eine Traglufthalle ist eine Hülle aus Kunststoffmembran, die ein Gebläse mit Überdruck aufrecht hält. In der Anschaffung ist sie die günstigste Überdachung, im Betrieb verbraucht sie dafür viel Energie. Gebläse und Heizung laufen ständig, und die Heiz- und Stromkosten erreichen bis zu 60.000 Euro in einer Wintersaison.

Dazu kommen zwingend Erdanker und ein Fundament für das Gebläse, die die Hülle sicher am Boden halten. Diese Verankerung kostet 5.000 bis 15.000 Euro und wird in Kalkulationen häufig unterschätzt.

Kosten der Überdachung
PostenPreisspanne
Canopy, je Court70.000 bis 150.000 €
Leichtbauhalle, je Court150.000 bis 250.000 €
Traglufthalle, für 2 bis 3 Courts60.000 bis 100.000 €
Verankerung der Traglufthalle5.000 bis 15.000 €
Heiz- und Stromkosten der Traglufthalle je Wintersaisonbis 60.000 €

Heizung, Akustik und Zutritt kosten in einer Halle mit einem Court 10.800 bis 29.600 Euro

Eine Halle, die ohne ständiges Personal laufen soll, braucht mehr als den Court. Die Summe gilt für einen Court mit 2 bis 4 Heizstrahlern, Akustikpaneelen, einem elektronischen Türschloss und einem Drehkreuz.

Dunkelstrahler kosten 2.000 bis 4.000 Euro je Gerät

Dunkelstrahler sind Infrarot-Heizstrahler, die nicht sichtbar glühen. Sie erwärmen vor allem Körper und Oberflächen und kaum die Luft im großen Hallenraum. Ein Court braucht meist 2 bis 4 Geräte. Im Betrieb kosten die Strahler 10 bis 30 Euro pro Stunde. Diesen Verbrauch können Sie über den Buchungspreis auf die Spieler umlegen.

Smart Lock und Drehkreuz kosten zusammen 1.800 bis 3.600 Euro

Auf Anlagen ohne Personal buchen Spieler über Apps wie Playtomic oder Eversports und bekommen einen Code für den Eingang. Dafür braucht es zwei Bauteile. Das Smart Lock ist ein elektronisches Türschloss, das per Code oder App öffnet. Das Drehkreuz lässt je Buchung nur die angemeldeten Personen durch, damit niemand ohne zu zahlen mitkommt.

Akustikpaneele kosten 5.000 bis 10.000 Euro je Halle

In einer Halle hallt jeder Schlag gegen das Glas laut nach. Akustiksegel an der Decke oder schallschluckende Paneele an den Wänden dämpfen den Lärm und machen das Spielen angenehmer. Die Kosten richten sich nach der Größe der Halle und danach, wie viel Schall die Paneele schlucken sollen.

Kosten der Ausstattung
PostenPreisspanne
Dunkelstrahler, je Gerät2.000 bis 4.000 €
Betrieb der Dunkelstrahler, je Stunde10 bis 30 €
Smart Lock für die Tür300 bis 600 €
Drehkreuz1.500 bis 3.000 €
Akustikpaneele, je Halle5.000 bis 10.000 €

Transport und Montage kosten 7.000 bis 11.000 Euro je Court

Die Bauteile eines Courts kommen meist aus Spanien oder China. Was der Transport kostet, schwankt mit den Kraftstoffpreisen und damit, wie viele Lastwagen gerade verfügbar sind.

Ein Lkw bringt das Material für 2 Courts

Ein Standard-Lkw lädt das Material für etwa 2 Courts. Für je 2 weitere Courts kommt eine weitere Fahrt hinzu.

Transportkosten nach Größe der Anlage

AnlageLkw-FahrtenTransport
1 bis 2 Courts13.000 bis 5.000 €
3 bis 4 Courts25.500 bis 9.000 €
5 bis 6 Courts38.000 bis 13.000 €

Die Montage dauert 2 bis 4 Tage je Court

Sobald das Fundament fertig ist, baut ein erfahrenes Montageteam einen Court in 2 bis 4 Tagen auf. Die 4.000 bis 6.000 Euro je Court decken Arbeitslohn, Werkzeug und, falls nötig, die Miete für einen Kran, der die Glaselemente hebt. Ein sauber montierter Court hält länger und ist sicherer.

Zwei Monteure mit Schutzhelm setzen große Glasscheiben in den schwarzen Stahlrahmen eines Padel-Courts, daneben liegen Kunstrasenrollen
Montage: Zwei Monteure richten die Glaswände im Stahlrahmen aus, die Kunstrasenrollen liegen bereit. Bild: KI generiert.

Auf Inseln kostet der Transport 25 bis 30 Prozent mehr

Auf Inseln wie Sylt oder Norderney kommen Gebühren für Fähre oder Autozug hinzu. Die Lastwagen sind an feste Abfahrtszeiten gebunden, und die Monteure brauchen teure Unterkünfte. Beides verlängert das Projekt und erhöht das Budget.

Kosten für Transport und Montage
PostenPreisspanne
Transport für 1 bis 2 Courts3.000 bis 5.000 €
Montage, je Court4.000 bis 6.000 €
Inselzuschlag auf den Transport+ 25 bis 30 %

Drei Beispielanlagen kosten 46.100 bis 138.000 Euro je Court

Jede der drei Beispielanlagen hat einen Court. Ihre Summe addiert alle Posten, die der Padelplatz-Kostenrechner bei derselben Auswahl berechnet, einschließlich Bauantrag, Transport und Montage. Die untere Grenze gilt, wenn jeder Posten am günstigsten ausfällt, die obere, wenn jeder am teuersten ausfällt.

Gesamtkosten der drei Beispielanlagen je Court

  1. Außenplatz für einen Verein

    46.100 bis 76.000 €
  2. Kommerzielle Außenanlage mit Lärmschutz

    80.000 bis 129.500 €
  3. Court in einer bestehenden Halle

    72.500 bis 138.000 €
Summe aller Posten je Beispielanlage mit einem Court, vom günstigsten bis zum teuersten Fall.

Außenplatz für einen Verein

Verein

Ringfundament, Standard-Court, fibrillierter Kunstrasen, Standard-LED

46.100 bis 76.000 €

6 Posten der Rechnung
Architekt und Bauantrag5.000 bis 10.000 €
Ringfundament20.000 bis 30.000 €
Standard-Court12.600 bis 22.000 €
Standard-LED1.500 bis 3.000 €
Transport3.000 bis 5.000 €
Montage4.000 bis 6.000 €
Summe46.100 bis 76.000 €

Kommerzielle Außenanlage mit Lärmschutz

Kommerziell

Dränasphalt, Panoramic-Court mit 12-mm-Glas, texturierter Kunstrasen, Standard-LED, Schallgutachten und Lärmschutzwand

80.000 bis 129.500 €

10 Posten der Rechnung
Architekt und Bauantrag5.000 bis 10.000 €
Schallgutachten2.000 bis 5.000 €
Lärmschutzwand12.000 bis 28.000 €
Dränasphalt-System30.000 bis 40.000 €
Panoramic-Court20.000 bis 28.000 €
12-mm-Glas1.000 bis 2.000 €
Texturierter Kunstrasen1.500 bis 2.500 €
Standard-LED1.500 bis 3.000 €
Transport3.000 bis 5.000 €
Montage4.000 bis 6.000 €
Summe80.000 bis 129.500 €

Court in einer bestehenden Halle

Hallen-Umbau

Full-Panoramic-Court mit 12-mm-Glas, Linear-LED, 2 bis 4 Dunkelstrahler, Akustikpaneele, Drehkreuz

72.500 bis 138.000 €

Eine Sanierung der Halle selbst ist nicht enthalten.

9 Posten der Rechnung
Nutzungsänderung und Brandschutz20.000 bis 50.000 €
Full-Panoramic-Court28.000 bis 38.000 €
12-mm-Glas1.000 bis 2.000 €
Linear-LED6.000 bis 8.000 €
2 bis 4 Dunkelstrahler4.000 bis 16.000 €
Akustikpaneele5.000 bis 10.000 €
Drehkreuz1.500 bis 3.000 €
Transport3.000 bis 5.000 €
Montage4.000 bis 6.000 €
Summe72.500 bis 138.000 €

12 Fragen zum Bau eines Padelplatzes

Braucht ein Padelplatz in Deutschland eine Baugenehmigung?

Ja, ein Padelplatz braucht in Deutschland fast immer eine Baugenehmigung. Die Landesbauordnungen behandeln ihn als bauliche Anlage, und das gilt für einen neuen Außenplatz genauso wie für einen Court in einer umgenutzten Halle.

Warum verlangt die Behörde für einen Padelplatz in der Nähe von Wohnhäusern ein Schallgutachten?

Ein Padelplatz erzeugt kurze, laute Schläge, wenn der Ball auf Schläger und Glaswände trifft. In der Nähe von Wohnhäusern verlangt die Behörde deshalb meist ein Schallgutachten nach der Sportanlagenlärmschutzverordnung (18. BImSchV). Liegt der berechnete Pegel über dem Grenzwert, wird oft eine Lärmschutzwand für 12.000 bis 28.000 Euro zur Bedingung.

Welche Fundamente gibt es für einen Padelplatz?

Für einen Padelplatz gibt es drei übliche Fundamente: das Ringfundament für 20.000 bis 30.000 Euro, die Stahlbetonplatte für 20.000 bis 35.000 Euro und das Dränasphalt-System für 30.000 bis 40.000 Euro. Das Ringfundament ist die günstigste Lösung für tragfähige Böden. Die Platte trägt auch auf schwachem Boden, und Dränasphalt lässt Regen durch, sodass der Platz nach einem Schauer schnell wieder bespielbar ist.

Wann braucht ein Padel-Court 12 Millimeter dickes Glas?

Ein Padel-Court braucht 12 Millimeter dickes Glas, wenn er als Panoramic- oder Full-Panoramic-Court ohne Pfosten zwischen den Glasscheiben gebaut wird. Auch an der Küste, auf Inseln und dort, wo Vandalismus droht, ist 12-mm-Glas die sichere Wahl. Der Aufpreis gegenüber 10-mm-Glas beträgt 1.000 bis 2.000 Euro je Court.

Was bringt texturierter Kunstrasen auf einem Padelplatz?

Texturierter Kunstrasen hält den Quarzsand mit gekräuselten Fasern fest, ohne ihn zu bedecken. Der Ball springt darauf gleichmäßig ab, und der Belag braucht deutlich weniger Pflege als fibrillierter Kunstrasen. Der Aufpreis liegt bei 1.500 bis 2.500 Euro je Court.

Wie hell muss die Beleuchtung eines Padelplatzes sein?

Die Beleuchtung eines Padelplatzes braucht nach der Norm EN 12193 für Training und Freizeitspiel 200 bis 300 Lux und für offizielle Turniere 500 bis 750 Lux. Asymmetrische LED-Strahler verhindern, dass die Spieler beim Blick nach oben geblendet werden.

Wie wirkt sich eine Überdachung auf die Einnahmen eines Padelplatzes aus?

Eine Überdachung macht einen Padelplatz bei Regen und Schnee bespielbar. Dadurch fallen weniger Stunden aus, und der Court lässt sich das ganze Jahr vermieten. Ein Canopy kostet 70.000 bis 150.000 Euro je Court, eine gedämmte Leichtbauhalle 150.000 bis 250.000 Euro je Court.

Welche Energiekosten verursacht eine Traglufthalle über Padelplätzen?

Eine Traglufthalle über Padelplätzen kann in einer Wintersaison bis zu 60.000 Euro an Heiz- und Stromkosten verursachen, weil Gebläse und Heizung ständig laufen. In der Anschaffung ist sie mit 60.000 bis 100.000 Euro für 2 bis 3 Courts die günstigste Überdachung.

Wie funktioniert ein Padelplatz ohne Personal vor Ort?

Ein Padelplatz ohne Personal arbeitet mit einer Buchungs-App, einem elektronischen Türschloss und einer automatischen Lichtsteuerung. Nach der Buchung bekommt der Spieler einen Code, der Tür und Licht für die gebuchte Zeit freischaltet. Smart Lock und Drehkreuz kosten zusammen 1.800 bis 3.600 Euro.

Wie lange dauert die Montage eines Padel-Courts?

Die Montage eines Padel-Courts dauert 2 bis 4 Tage, sobald das Fundament fertig ist. In dieser Zeit stellt ein erfahrenes Team Stahlgerüst und Glaswände auf und verlegt den Kunstrasen.

Was kostet ein Padelplatz insgesamt?

Ein Padelplatz kostet insgesamt 46.100 bis 138.000 Euro je Court. Ein Außenplatz für einen Verein liegt bei 46.100 bis 76.000 Euro, eine kommerzielle Außenanlage mit Lärmschutz bei 80.000 bis 129.500 Euro und ein Court in einer bestehenden Halle bei 72.500 bis 138.000 Euro.

Wie viel teurer ist der Bau eines Padelplatzes auf einer Insel?

Auf einer Insel kostet der Transport eines Padelplatzes 25 bis 30 Prozent mehr als auf dem Festland. Dazu kommen Gebühren für Fähre oder Autozug und die Unterkünfte der Monteure.

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Der Padelplatz-Kostenrechner addiert alle Posten für Ihre Zahl an Courts, Ihr Fundament und Ihre Ausstattung und schickt Ihnen die Aufstellung per E-Mail.

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