Kosten-Ratgeber
Was der Bau eines Padelplatzes kostet
Beim Bau eines Außenplatzes fallen neun Kostenposten an, vom Bauantrag bis zur Montage. Fundament, Court-Typ und Lärmschutz bewegen den Preis am stärksten, in einer Halle kommen Brandschutz und Heizung hinzu.
Ein Padelplatz kostet je Court 46.100 bis 138.000 Euro. Ein Außenplatz für einen Verein liegt bei 46.100 bis 76.000 Euro, eine kommerzielle Außenanlage mit Lärmschutzwand bei 80.000 bis 129.500 Euro. Der Umbau einer bestehenden Halle kostet 72.500 bis 138.000 Euro je Court. Eine feste Überdachung kommt mit 70.000 bis 250.000 Euro je Court hinzu.
- Außenplatz für einen Verein, je Court
- 46.100 bis 76.000 €
- Kommerzielle Außenanlage mit Lärmschutz, je Court
- 80.000 bis 129.500 €
- Court in einer bestehenden Halle
- 72.500 bis 138.000 €
- Feste Überdachung, zusätzlich je Court
- 70.000 bis 250.000 €
Die Summen addieren die Preisspannen der einzelnen Posten im Padelplatz-Kostenrechner, Preisstand 2026. Einen verbindlichen Preis nennt erst das Angebot eines Court-Herstellers, der Ihr Grundstück kennt.
Neun Posten bestimmen den Preis eines Außenplatzes
Padel ist ein Rückschlagspiel für vier Personen, das Elemente aus Tennis und Squash verbindet. Gespielt wird auf einem 20 mal 10 Meter großen Feld, das Glas- und Gitterwände auf einem Stahlgerüst umschließen. Dieses Spielfeld mit seinen Wänden heißt Court, und Hersteller nennen ihre Preise je Court.
Der Ball prallt ständig gegen die Wände, und der Wind drückt auf die großen Glasflächen. Das Gerüst muss deshalb fest im Boden verankert sein. Ein Padelplatz ist damit ein Bauwerk: Er braucht ein Fundament, einen Stahlbau und eine statische Berechnung.
Die Kosten fallen in fester Reihenfolge an. Zuerst kommen Bauantrag und Lärmschutz, dann Fundament, Court und Licht, zuletzt Transport und Montage. Fundament und Court machen bei jedem Außenplatz den größten Teil der Summe aus. Steht ein Wohnhaus in der Nähe, kann die Lärmschutzwand mit 12.000 bis 28.000 Euro so viel kosten wie ein Standard-Court.
Preisspanne je Posten für einen Außenplatz mit einem Court
- fällt immer an
- fällt nur bei Bedarf an
1.Architekt und Bauantrag
5.000 bis 10.000 €2.Schallgutachten
bei Wohnhäusern in der Nähe
2.000 bis 5.000 €3.Lärmschutzwand
wenn das Gutachten sie verlangt
12.000 bis 28.000 €4.Fundament
je nach System
20.000 bis 40.000 €5.Court mit Glaswänden
je nach Bauart
12.600 bis 38.000 €6.Kunstrasen-Aufpreis
Monofilament oder texturiert
500 bis 2.500 €7.LED-Flutlicht
Masten oder Linear-LED
1.500 bis 8.000 €8.Transport
für 1 bis 2 Courts
3.000 bis 5.000 €9.Montage
4.000 bis 6.000 €
Bauantrag und Lärmschutz kosten im Freien 5.000 bis 43.000 Euro
Für die Baubehörde ist ein Padelplatz eine bauliche Anlage. So nennen die Landesbauordnungen (LBO) der Bundesländer alles, was aus Bauprodukten hergestellt und mit dem Boden verbunden ist. Bauliche Anlagen brauchen fast immer eine Baugenehmigung. Das gilt für einen neuen Außenplatz genauso wie für einen Court in einer umgenutzten Halle.
Ein Schallgutachten kostet 2.000 bis 5.000 Euro
Ob ein Padelplatz genehmigt wird, hängt meist am Lärm. Padel klingt anders als Tennis. Der Ball knallt auf den Schläger aus Carbon und EVA-Schaum, prallt laut von den Glaswänden ab, und vier Spieler rufen sich auf engem Raum zu. Akustiker nennen solche kurzen, lauten Geräusche Impulsgeräusche.
Stehen Wohnhäuser in der Nähe, verlangt die Behörde fast immer ein Schallgutachten. Maßstab ist die Sportanlagenlärmschutzverordnung (18. BImSchV), eine Verordnung des Bundes. Sie legt fest, wie laut eine Sportanlage an den benachbarten Wohnhäusern sein darf. Das Gutachten berechnet den zu erwartenden Pegel und nennt die Auflagen, unter denen der Platz genehmigt werden kann.
Eine Lärmschutzwand kostet 12.000 bis 28.000 Euro
Überschreitet der berechnete Pegel den Grenzwert, macht die Behörde oft eine Lärmschutzwand zur Bedingung für die Baugenehmigung. Die Wand steht an der Längsseite des Courts, die zu den Wohnhäusern zeigt. Sie ist etwa 20 Meter lang und 4 Meter hoch und hält den Schall in diese Richtung deutlich zurück.
Lärmschutzwand zwischen Court und Wohnhäusern, Lageplan
- 1 Wohnhäuser: An diesen Häusern prüft das Schallgutachten, ob der Grenzwert eingehalten wird.
- 2 Lärmschutzwand: etwa 20 m lang und 4 m hoch, entlang der Längsseite, die zu den Häusern zeigt.
- 3 Court: 20 m lang und 10 m breit, umschlossen von Glas- und Gitterwänden.
Architekt und Bauantrag kosten 5.000 bis 10.000 Euro
Den Bauantrag reicht ein vorlageberechtigter Entwurfsverfasser ein. Das ist ein Architekt oder Bauingenieur, der nach Landesrecht Bauanträge unterschreiben darf. Zum Antrag gehören Lageplan, Bauzeichnungen und der Entwässerungsantrag. Das Honorar richtet sich nach der HOAI, der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Für einen Außenplatz fallen die Leistungsphasen 1 bis 4 an: Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung.
Antrag und Brandschutz für einen Court in einer bestehenden Halle kosten 20.000 bis 50.000 Euro
Wer einen Court in eine Industrie- oder Lagerhalle stellt, ändert deren Nutzung. Dafür braucht es einen Antrag auf Nutzungsänderung, weil eine Sportstätte andere Brandschutzregeln erfüllen muss als ein Lager. Meist verlangt die Behörde zusätzliche Fluchtwege, eine Rauchabzugsanlage, Feuerlöscher und eine Notbeleuchtung. Wie viel davon nachgerüstet werden muss, hängt vom Zustand der Halle ab, und genau daraus ergibt sich die breite Spanne.
| Posten | Preisspanne |
|---|---|
| Schallgutachten | 2.000 bis 5.000 € |
| Lärmschutzwand, 20 m lang, 4 m hoch | 12.000 bis 28.000 € |
| Architekt und Bauantrag, Außenplatz (HOAI-Leistungsphasen 1 bis 4) | 5.000 bis 10.000 € |
| Nutzungsänderung und Brandschutz, Halle | 20.000 bis 50.000 € |
Das Fundament kostet 20.000 bis 40.000 Euro je Court
Bei einem Außenplatz ist das Fundament der teuerste Einzelposten. Der Wind drückt auf die Glaswände, und jeder Pfosten leitet diese Kraft als Punktlast in den Boden, also als Kraft, die auf eine sehr kleine Fläche wirkt. Gibt der Boden darunter nach, setzt sich der Court ungleichmäßig. Dann können Glasscheiben brechen.
Welches der drei üblichen Fundamente passt, entscheidet der Boden: wie viel er trägt und wie hoch das Grundwasser steht. Das klärt ein Bodengutachten vor der Planung.

Die drei Fundamente im Querschnitt
Ringfundament
20.000 bis 30.000 €
Ein Betonring trägt die Pfosten, innen liegt Schotter.
Stahlbetonplatte
20.000 bis 35.000 €
Eine bewehrte Platte trägt den ganzen Court, Regen läuft über das Gefälle ab.
Dränasphalt-System
30.000 bis 40.000 €
Poröser Asphalt im Betonring lässt Regen senkrecht in den Schotter sickern.
- Kunstrasen
- Beton
- Dränasphalt
- Schotter oder Splitt
- gewachsener Boden
- Weg des Regenwassers
Das Ringfundament kostet 20.000 bis 30.000 Euro und reicht für tragfähige Böden
Beim Ringfundament, auch Streifenfundament genannt, gießt die Baufirma einen umlaufenden Betonrahmen, auf dem die Stahlpfosten verankert werden. Innerhalb des Rings tauscht sie den Boden aus und baut eine kapillarbrechende Schicht aus Schotter oder Splitt ein. Diese Schicht verhindert, dass Wasser aus dem Untergrund nach oben steigt. Auf tragfähigem Boden ist das Ringfundament die günstigste Lösung.
Eine Stahlbetonplatte kostet 20.000 bis 35.000 Euro und trägt auch auf schwachem Boden
Bei instabilem Boden oder hohem Grundwasser führt an einer bewehrten Betonplatte (englisch Slab) oft kein Weg vorbei. Bewehrt heißt, dass Stahlstäbe im Beton liegen und die Platte zusammenhalten. Sie trägt den Court auf ganzer Fläche. Beton lässt allerdings kein Wasser durch. Regen muss deshalb über ein Gefälle von 0,5 bis 1 Prozent an der Oberfläche ablaufen. Das Gefälle verändert den Ballabsprung leicht, und im Winter kann die Fläche vereisen.
Dränasphalt kostet 30.000 bis 40.000 Euro und ist nach Regen in Minuten bespielbar
Beim Dränasphalt-System baut die Baufirma innerhalb eines Ringfundaments eine Schicht aus großporigem Asphalt ein. Durch die Poren sickert der Regen senkrecht in den Schotter darunter. Der Platz braucht deshalb kein Gefälle und ist wenige Minuten nach einem Starkregen wieder bespielbar. Im Sportplatzbau gilt Dränasphalt als die hochwertigste der drei Lösungen.
| Posten | Preisspanne |
|---|---|
| Ringfundament | 20.000 bis 30.000 € |
| Stahlbetonplatte | 20.000 bis 35.000 € |
| Dränasphalt-System | 30.000 bis 40.000 € |
Der Court kostet je nach Bauart 12.600 bis 38.000 Euro
Der Court besteht aus einem Stahlgerüst, Glasscheiben und Gitterelementen. Von ihm hängt ab, wie sicher gespielt wird und wie die Anlage aussieht. Die drei Bauarten unterscheiden sich vor allem darin, wo Stahlpfosten stehen und wo nur Glas.
Drei Court-Bauarten, Rückwand und Grundriss
Rückwand von innen
Grundriss
Standard-Court
12.600 bis 22.000 €
Zwischen allen Glasscheiben stehen Stahlpfosten, an den Rückwänden alle 2 Meter, und Rahmen halten das Glas. Diese Bauart ist sehr robust und eignet sich für Vereine und für Anlagen, die ohne Aufsicht laufen.
Rückwand von innen
Grundriss
Panoramic-Court
20.000 bis 28.000 €
Zwischen den Glasscheiben stehen keine Pfosten, das Glas sitzt in Halterungen. Pfosten gibt es nur an den Ecken und im Gitterbereich. Zuschauer sehen besser, und der Court wirkt moderner.
Rückwand von innen
Grundriss
Full-Panoramic-Court
28.000 bis 38.000 €
Zusätzlich fehlen die vier Eckpfosten, auch die Ecken sind nur Glas. Diese Bauart steht auf Turnieren mit Fernsehübertragung und ist statisch am anspruchsvollsten.
- Glaswand
- Gitter
- Stahlpfosten
- Halterung zwischen Glasscheiben
- Zugang neben dem Netz

12-mm-Glas kostet 1.000 bis 2.000 Euro Aufpreis und ist bei Panoramic Pflicht
Die Wände bestehen aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG). Dieses Glas ist durch Wärme vorgespannt und zerfällt beim Bruch in kleine, stumpfe Krümel statt in scharfe Scherben. Standard-Courts haben oft 10 Millimeter starkes ESG. Bei Panoramic-Courts ist 12 Millimeter starkes Glas statisch zwingend, weil die Scheiben ohne stützende Pfosten dazwischen auskommen. Auch an windigen Standorten und dort, wo Vandalismus droht, sollten Sie 12 Millimeter wählen.
Verstärkter Stahl für Küste und Inseln kostet 3.000 bis 5.000 Euro
Für die Statik ist Deutschland in vier Windzonen eingeteilt. Die höchsten Zonen 3 und 4 betreffen vor allem die Küste und die Inseln, etwa Sylt oder Norderney. Dort reichen die üblichen Stahlprofile von 100 mal 50 Millimetern oft nicht aus. Der Hersteller verbaut dann verstärkte Profile und zusätzliche Bodenanker, ausgelegt nach der statischen Berechnung für den Standort.
| Posten | Preisspanne |
|---|---|
| Standard-Court | 12.600 bis 22.000 € |
| Panoramic-Court | 20.000 bis 28.000 € |
| Full-Panoramic-Court | 28.000 bis 38.000 € |
| Aufpreis 12-mm-Glas | 1.000 bis 2.000 € |
| Verstärkter Stahl für Küste und Inseln | 3.000 bis 5.000 € |
Monofilament- oder texturierter Kunstrasen kostet 500 bis 2.500 Euro Aufpreis
Padel wird auf Kunstrasen gespielt, der immer mit Quarzsand verfüllt wird. Der Sand liegt zwischen den Fasern, macht den Belag griffig und lässt den Ball gleichmäßig abspringen. Ein fibrillierter Kunstrasen ist im Court-Preis bereits enthalten. Für eine andere Faser zahlen Sie einen Aufpreis.
Drei Kunstrasen-Fasern in der Seitenansicht
Fibrilliert
im Court-Preis enthalten
Die Fasern sind netzartig aufgespalten und halten den Sand gut fest. Der Belag ist günstig und rutschfest, wirkt aber bald verfilzt und nutzt sich schneller ab.
Monofilament
500 bis 1.000 € Aufpreis
Jede Faser steht als einzelner Halm. Der Rasen sieht natürlicher aus und hält länger, der Sand liegt dafür loser.
Texturiert
1.500 bis 2.500 € Aufpreis
Die gekräuselten Fasern halten den Sand fest, ohne ihn zu bedecken. Der Ball springt sehr gleichmäßig ab, und der Belag braucht wenig Pflege. Auf diesem Belag spielte die World Padel Tour (WPT), bis 2023 die größte Profiserie im Padel.
- Kunstrasenfaser
- Quarzsand
- Trägermatte

| Posten | Preisspanne |
|---|---|
| Fibrilliert | im Court-Preis |
| Monofilament | + 500 bis 1.000 € |
| Texturiert | + 1.500 bis 2.500 € |
LED-Flutlicht kostet 1.500 bis 8.000 Euro je Court
Gespielt wird vor allem abends nach der Arbeit. Die Beleuchtung entscheidet deshalb, wie viele Stunden sich ein Court am Tag vermieten lässt, und damit über die Wirtschaftlichkeit der ganzen Anlage.

Standard-LED mit 4 bis 8 Strahlern kostet 1.500 bis 3.000 Euro
Die Standardlösung besteht aus 4 bis 8 LED-Strahlern auf 6 Meter hohen Masten an den Ecken oder an den Längsseiten des Courts. Wichtig ist asymmetrisches Licht. Asymmetrische Strahler werfen ihr Licht schräg auf das Feld, sodass die Spieler beim Blick nach oben nicht geblendet werden, etwa beim Schmetterball.
Masten oder LED-Leisten, Ansicht von oben
Standard-LED auf 6-Meter-Masten
1.500 bis 3.000 €
4 Strahler an den Ecken, bei Bedarf 4 weitere an den Längsseiten.
Linear-LED im Court-Rahmen
6.000 bis 8.000 €
LED-Leisten im Rahmen der Längsseiten leuchten das Feld ohne Schatten aus.
- Mast mit Strahler
- zusätzlicher Mast bei 8 Strahlern
- LED-Leiste
- ausgeleuchtete Fläche
Turniere brauchen 500 bis 750 Lux
Lux ist die Einheit der Beleuchtungsstärke. Sie gibt an, wie viel Licht auf einer Fläche ankommt. Die europäische Norm EN 12193 legt fest, wie hell Sportstätten beleuchtet sein müssen. Für Training und Freizeitspiel reichen danach 200 bis 300 Lux, offizielle Turniere und Fernsehübertragungen brauchen 500 bis 750 Lux.
- Training
- 200 bis 300 Lux
- Turniere und Fernsehübertragungen
- 500 bis 750 Lux
Linear-LED im Court-Rahmen kostet 6.000 bis 8.000 Euro
Linear-LED-Systeme sind LED-Leisten, die direkt in den Rahmen des Courts eingebaut werden. Sie werfen keine Schatten und lassen die Anlage sehr modern wirken. Auch die World Padel Tour setzte sie bei ihren Turnieren ein.
| Posten | Preisspanne |
|---|---|
| Standard-LED, 4 bis 8 Strahler | 1.500 bis 3.000 € |
| Linear-LED für Wettkämpfe | 6.000 bis 8.000 € |
Eine Überdachung kostet 60.000 bis 250.000 Euro
In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist ein Außenplatz ohne Dach ein wirtschaftliches Risiko. Bei Regen, Frost und Schnee bleibt er leer und bringt in diesen Monaten nichts ein. Drei Bauarten schützen den Court, und sie unterscheiden sich stark darin, was sie im Bau und was sie im Betrieb kosten.
Baukosten der drei Überdachungen
Canopy
offenes Dach, je Court
70.000 bis 150.000 €Leichtbauhalle
gedämmt, je Court
150.000 bis 250.000 €Traglufthalle
für 2 bis 3 Courts
60.000 bis 100.000 €
Ein Canopy kostet 70.000 bis 150.000 Euro je Court
Ein Canopy ist ein offenes Stahldach über dem Court. Es hält den Regen ab, gegen Kälte und Wind schützt es nicht. Der Platz bleibt aber trocken und lässt sich bespielen.
Eine Leichtbauhalle kostet 150.000 bis 250.000 Euro je Court
Eine Leichtbauhalle, auch Systemhalle genannt, ist eine gedämmte Stahlhalle mit Wänden und Dach aus Sandwichpaneelen. Sandwichpaneele sind Platten aus zwei Blechschalen mit Dämmstoff dazwischen. In der Halle lässt sich das ganze Jahr über bei 18 Grad spielen. Sie ist die teuerste Überdachung, steigert aber den Wert der Anlage und hält lange.

Eine Traglufthalle kostet 60.000 bis 100.000 Euro für 2 bis 3 Courts
Eine Traglufthalle ist eine Hülle aus Kunststoffmembran, die ein Gebläse mit Überdruck aufrecht hält. In der Anschaffung ist sie die günstigste Überdachung, im Betrieb verbraucht sie dafür viel Energie. Gebläse und Heizung laufen ständig, und die Heiz- und Stromkosten erreichen bis zu 60.000 Euro in einer Wintersaison.
Dazu kommen zwingend Erdanker und ein Fundament für das Gebläse, die die Hülle sicher am Boden halten. Diese Verankerung kostet 5.000 bis 15.000 Euro und wird in Kalkulationen häufig unterschätzt.
| Posten | Preisspanne |
|---|---|
| Canopy, je Court | 70.000 bis 150.000 € |
| Leichtbauhalle, je Court | 150.000 bis 250.000 € |
| Traglufthalle, für 2 bis 3 Courts | 60.000 bis 100.000 € |
| Verankerung der Traglufthalle | 5.000 bis 15.000 € |
| Heiz- und Stromkosten der Traglufthalle je Wintersaison | bis 60.000 € |
Heizung, Akustik und Zutritt kosten in einer Halle mit einem Court 10.800 bis 29.600 Euro
Eine Halle, die ohne ständiges Personal laufen soll, braucht mehr als den Court. Die Summe gilt für einen Court mit 2 bis 4 Heizstrahlern, Akustikpaneelen, einem elektronischen Türschloss und einem Drehkreuz.
Dunkelstrahler kosten 2.000 bis 4.000 Euro je Gerät
Dunkelstrahler sind Infrarot-Heizstrahler, die nicht sichtbar glühen. Sie erwärmen vor allem Körper und Oberflächen und kaum die Luft im großen Hallenraum. Ein Court braucht meist 2 bis 4 Geräte. Im Betrieb kosten die Strahler 10 bis 30 Euro pro Stunde. Diesen Verbrauch können Sie über den Buchungspreis auf die Spieler umlegen.
Smart Lock und Drehkreuz kosten zusammen 1.800 bis 3.600 Euro
Auf Anlagen ohne Personal buchen Spieler über Apps wie Playtomic oder Eversports und bekommen einen Code für den Eingang. Dafür braucht es zwei Bauteile. Das Smart Lock ist ein elektronisches Türschloss, das per Code oder App öffnet. Das Drehkreuz lässt je Buchung nur die angemeldeten Personen durch, damit niemand ohne zu zahlen mitkommt.
Akustikpaneele kosten 5.000 bis 10.000 Euro je Halle
In einer Halle hallt jeder Schlag gegen das Glas laut nach. Akustiksegel an der Decke oder schallschluckende Paneele an den Wänden dämpfen den Lärm und machen das Spielen angenehmer. Die Kosten richten sich nach der Größe der Halle und danach, wie viel Schall die Paneele schlucken sollen.
| Posten | Preisspanne |
|---|---|
| Dunkelstrahler, je Gerät | 2.000 bis 4.000 € |
| Betrieb der Dunkelstrahler, je Stunde | 10 bis 30 € |
| Smart Lock für die Tür | 300 bis 600 € |
| Drehkreuz | 1.500 bis 3.000 € |
| Akustikpaneele, je Halle | 5.000 bis 10.000 € |
Transport und Montage kosten 7.000 bis 11.000 Euro je Court
Die Bauteile eines Courts kommen meist aus Spanien oder China. Was der Transport kostet, schwankt mit den Kraftstoffpreisen und damit, wie viele Lastwagen gerade verfügbar sind.
Ein Lkw bringt das Material für 2 Courts
Ein Standard-Lkw lädt das Material für etwa 2 Courts. Für je 2 weitere Courts kommt eine weitere Fahrt hinzu.
Transportkosten nach Größe der Anlage
| Anlage | Lkw-Fahrten | Transport |
|---|---|---|
| 1 bis 2 Courts | 1 | 3.000 bis 5.000 € |
| 3 bis 4 Courts | 2 | 5.500 bis 9.000 € |
| 5 bis 6 Courts | 3 | 8.000 bis 13.000 € |
Die Montage dauert 2 bis 4 Tage je Court
Sobald das Fundament fertig ist, baut ein erfahrenes Montageteam einen Court in 2 bis 4 Tagen auf. Die 4.000 bis 6.000 Euro je Court decken Arbeitslohn, Werkzeug und, falls nötig, die Miete für einen Kran, der die Glaselemente hebt. Ein sauber montierter Court hält länger und ist sicherer.

Auf Inseln kostet der Transport 25 bis 30 Prozent mehr
Auf Inseln wie Sylt oder Norderney kommen Gebühren für Fähre oder Autozug hinzu. Die Lastwagen sind an feste Abfahrtszeiten gebunden, und die Monteure brauchen teure Unterkünfte. Beides verlängert das Projekt und erhöht das Budget.
| Posten | Preisspanne |
|---|---|
| Transport für 1 bis 2 Courts | 3.000 bis 5.000 € |
| Montage, je Court | 4.000 bis 6.000 € |
| Inselzuschlag auf den Transport | + 25 bis 30 % |
Drei Beispielanlagen kosten 46.100 bis 138.000 Euro je Court
Jede der drei Beispielanlagen hat einen Court. Ihre Summe addiert alle Posten, die der Padelplatz-Kostenrechner bei derselben Auswahl berechnet, einschließlich Bauantrag, Transport und Montage. Die untere Grenze gilt, wenn jeder Posten am günstigsten ausfällt, die obere, wenn jeder am teuersten ausfällt.
Gesamtkosten der drei Beispielanlagen je Court
Außenplatz für einen Verein
46.100 bis 76.000 €Kommerzielle Außenanlage mit Lärmschutz
80.000 bis 129.500 €Court in einer bestehenden Halle
72.500 bis 138.000 €
Außenplatz für einen Verein
VereinRingfundament, Standard-Court, fibrillierter Kunstrasen, Standard-LED
46.100 bis 76.000 €
6 Posten der Rechnung
| Architekt und Bauantrag | 5.000 bis 10.000 € |
|---|---|
| Ringfundament | 20.000 bis 30.000 € |
| Standard-Court | 12.600 bis 22.000 € |
| Standard-LED | 1.500 bis 3.000 € |
| Transport | 3.000 bis 5.000 € |
| Montage | 4.000 bis 6.000 € |
| Summe | 46.100 bis 76.000 € |
Kommerzielle Außenanlage mit Lärmschutz
KommerziellDränasphalt, Panoramic-Court mit 12-mm-Glas, texturierter Kunstrasen, Standard-LED, Schallgutachten und Lärmschutzwand
80.000 bis 129.500 €
10 Posten der Rechnung
| Architekt und Bauantrag | 5.000 bis 10.000 € |
|---|---|
| Schallgutachten | 2.000 bis 5.000 € |
| Lärmschutzwand | 12.000 bis 28.000 € |
| Dränasphalt-System | 30.000 bis 40.000 € |
| Panoramic-Court | 20.000 bis 28.000 € |
| 12-mm-Glas | 1.000 bis 2.000 € |
| Texturierter Kunstrasen | 1.500 bis 2.500 € |
| Standard-LED | 1.500 bis 3.000 € |
| Transport | 3.000 bis 5.000 € |
| Montage | 4.000 bis 6.000 € |
| Summe | 80.000 bis 129.500 € |
Court in einer bestehenden Halle
Hallen-UmbauFull-Panoramic-Court mit 12-mm-Glas, Linear-LED, 2 bis 4 Dunkelstrahler, Akustikpaneele, Drehkreuz
72.500 bis 138.000 €
Eine Sanierung der Halle selbst ist nicht enthalten.
9 Posten der Rechnung
| Nutzungsänderung und Brandschutz | 20.000 bis 50.000 € |
|---|---|
| Full-Panoramic-Court | 28.000 bis 38.000 € |
| 12-mm-Glas | 1.000 bis 2.000 € |
| Linear-LED | 6.000 bis 8.000 € |
| 2 bis 4 Dunkelstrahler | 4.000 bis 16.000 € |
| Akustikpaneele | 5.000 bis 10.000 € |
| Drehkreuz | 1.500 bis 3.000 € |
| Transport | 3.000 bis 5.000 € |
| Montage | 4.000 bis 6.000 € |
| Summe | 72.500 bis 138.000 € |
12 Fragen zum Bau eines Padelplatzes
Braucht ein Padelplatz in Deutschland eine Baugenehmigung?
Ja, ein Padelplatz braucht in Deutschland fast immer eine Baugenehmigung. Die Landesbauordnungen behandeln ihn als bauliche Anlage, und das gilt für einen neuen Außenplatz genauso wie für einen Court in einer umgenutzten Halle.
Warum verlangt die Behörde für einen Padelplatz in der Nähe von Wohnhäusern ein Schallgutachten?
Ein Padelplatz erzeugt kurze, laute Schläge, wenn der Ball auf Schläger und Glaswände trifft. In der Nähe von Wohnhäusern verlangt die Behörde deshalb meist ein Schallgutachten nach der Sportanlagenlärmschutzverordnung (18. BImSchV). Liegt der berechnete Pegel über dem Grenzwert, wird oft eine Lärmschutzwand für 12.000 bis 28.000 Euro zur Bedingung.
Welche Fundamente gibt es für einen Padelplatz?
Für einen Padelplatz gibt es drei übliche Fundamente: das Ringfundament für 20.000 bis 30.000 Euro, die Stahlbetonplatte für 20.000 bis 35.000 Euro und das Dränasphalt-System für 30.000 bis 40.000 Euro. Das Ringfundament ist die günstigste Lösung für tragfähige Böden. Die Platte trägt auch auf schwachem Boden, und Dränasphalt lässt Regen durch, sodass der Platz nach einem Schauer schnell wieder bespielbar ist.
Wann braucht ein Padel-Court 12 Millimeter dickes Glas?
Ein Padel-Court braucht 12 Millimeter dickes Glas, wenn er als Panoramic- oder Full-Panoramic-Court ohne Pfosten zwischen den Glasscheiben gebaut wird. Auch an der Küste, auf Inseln und dort, wo Vandalismus droht, ist 12-mm-Glas die sichere Wahl. Der Aufpreis gegenüber 10-mm-Glas beträgt 1.000 bis 2.000 Euro je Court.
Was bringt texturierter Kunstrasen auf einem Padelplatz?
Texturierter Kunstrasen hält den Quarzsand mit gekräuselten Fasern fest, ohne ihn zu bedecken. Der Ball springt darauf gleichmäßig ab, und der Belag braucht deutlich weniger Pflege als fibrillierter Kunstrasen. Der Aufpreis liegt bei 1.500 bis 2.500 Euro je Court.
Wie hell muss die Beleuchtung eines Padelplatzes sein?
Die Beleuchtung eines Padelplatzes braucht nach der Norm EN 12193 für Training und Freizeitspiel 200 bis 300 Lux und für offizielle Turniere 500 bis 750 Lux. Asymmetrische LED-Strahler verhindern, dass die Spieler beim Blick nach oben geblendet werden.
Wie wirkt sich eine Überdachung auf die Einnahmen eines Padelplatzes aus?
Eine Überdachung macht einen Padelplatz bei Regen und Schnee bespielbar. Dadurch fallen weniger Stunden aus, und der Court lässt sich das ganze Jahr vermieten. Ein Canopy kostet 70.000 bis 150.000 Euro je Court, eine gedämmte Leichtbauhalle 150.000 bis 250.000 Euro je Court.
Welche Energiekosten verursacht eine Traglufthalle über Padelplätzen?
Eine Traglufthalle über Padelplätzen kann in einer Wintersaison bis zu 60.000 Euro an Heiz- und Stromkosten verursachen, weil Gebläse und Heizung ständig laufen. In der Anschaffung ist sie mit 60.000 bis 100.000 Euro für 2 bis 3 Courts die günstigste Überdachung.
Wie funktioniert ein Padelplatz ohne Personal vor Ort?
Ein Padelplatz ohne Personal arbeitet mit einer Buchungs-App, einem elektronischen Türschloss und einer automatischen Lichtsteuerung. Nach der Buchung bekommt der Spieler einen Code, der Tür und Licht für die gebuchte Zeit freischaltet. Smart Lock und Drehkreuz kosten zusammen 1.800 bis 3.600 Euro.
Wie lange dauert die Montage eines Padel-Courts?
Die Montage eines Padel-Courts dauert 2 bis 4 Tage, sobald das Fundament fertig ist. In dieser Zeit stellt ein erfahrenes Team Stahlgerüst und Glaswände auf und verlegt den Kunstrasen.
Was kostet ein Padelplatz insgesamt?
Ein Padelplatz kostet insgesamt 46.100 bis 138.000 Euro je Court. Ein Außenplatz für einen Verein liegt bei 46.100 bis 76.000 Euro, eine kommerzielle Außenanlage mit Lärmschutz bei 80.000 bis 129.500 Euro und ein Court in einer bestehenden Halle bei 72.500 bis 138.000 Euro.
Wie viel teurer ist der Bau eines Padelplatzes auf einer Insel?
Auf einer Insel kostet der Transport eines Padelplatzes 25 bis 30 Prozent mehr als auf dem Festland. Dazu kommen Gebühren für Fähre oder Autozug und die Unterkünfte der Monteure.
Die Kosten Ihrer eigenen Anlage berechnen
Der Padelplatz-Kostenrechner addiert alle Posten für Ihre Zahl an Courts, Ihr Fundament und Ihre Ausstattung und schickt Ihnen die Aufstellung per E-Mail.
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