Was kostet ein Panorama-Court gegen einen Standard-Court?
Ein Standard-Court kostet 12.600 bis 22.000 Euro, ein Panorama-Court mit 12-mm-Glas 21.000 bis 30.000 Euro. Unterschiede und Mehrkosten im Vergleich.

Ein Panorama-Court kostet mit dem vorgeschriebenen 12-mm-Glas 21.000 bis 30.000 Euro, ein Standard-Court 12.600 bis 22.000 Euro. Der Panorama-Court kostet damit 8.000 bis 8.400 Euro mehr: Zwischen den unteren Grenzen der beiden Spannen liegen 8.400 Euro, zwischen den oberen 8.000 Euro. Ein Full-Panorama-Court liegt mit Glas bei 29.000 bis 40.000 Euro. Alle Werte stammen aus den Preisspannen des Padelplatz-Kostenrechners, Preisstand 2026, ohne Umsatzsteuer, und gelten für den Court allein, ohne Fundament, Transport und Montage. Hersteller und Kostenrechner nennen die beiden Bauarten auch Panoramic-Court und Full-Panoramic-Court.
Ein Panorama-Court hat zwischen den Glasscheiben keine Stahlpfosten
Ein Court ist das Spielfeld von 20 mal 10 Metern mit seinen Wänden aus Glas und Gitter auf einem Stahlgerüst. Die drei Bauarten unterscheiden sich darin, wo Stahlpfosten stehen. Beim Standard-Court stehen sie alle 2 Meter, auch an den Rückwänden, und Rahmen halten die Glasscheiben. Beim Panorama-Court fehlen die Pfosten zwischen den Glasscheiben, an den beiden 10 Meter breiten Rückwänden und am Glasteil der Längsseiten. Dort stoßen die Scheiben ohne Stahl dazwischen aneinander und sitzen in Halterungen. Stahlpfosten bleiben an den Ecken und im Gitterbereich mit den Zugängen. Der Full-Panorama-Court verzichtet zusätzlich auf die vier Eckpfosten und ist statisch die anspruchsvollste Bauart.
| Bauart | Stahlpfosten | Glas | Preis des Courts | Preis mit 12-mm-Glas |
|---|---|---|---|---|
| Standard-Court | alle 2 Meter, auch an den Rückwänden | oft 10 mm | 12.600 bis 22.000 Euro | 12-mm-Glas freiwillig |
| Panorama-Court | keine zwischen den Glasscheiben, nur an den Ecken und im Gitter | 12 mm Pflicht | 20.000 bis 28.000 Euro | 21.000 bis 30.000 Euro |
| Full-Panorama-Court | keine zwischen den Glasscheiben und keine an den Ecken, nur im Gitter | 12 mm Pflicht | 28.000 bis 38.000 Euro | 29.000 bis 40.000 Euro |
In allen drei Preisen stecken Stahlgerüst, Glas- und Gitterwände, Türen und ein fibrillierter Kunstrasen. Dessen Fasern bestehen aus einem flachen Band, das in ein feines Netz aufgeschlitzt ist. Wer einen anderen Rasen will, zahlt einen Aufpreis, und der ist bei allen Bauarten gleich hoch.
Der Standard-Court ist sehr robust. Er eignet sich für Vereine und für Anlagen, die ohne Aufsicht laufen. Der Panorama-Court sieht moderner aus, und Zuschauer hinter den Glaswänden haben keine Pfosten im Blick.
Spielfeld und Glasflächen sind bei allen drei Bauarten gleich groß
Wie hoch die Wände sind und wo das Gitter beginnt, legen die Spielregeln des Weltverbands FIP (Fédération Internationale de Padel) fest. Die Rückwände sind 4 Meter hoch. Die unteren 3 Meter bilden eine feste Wand, darüber folgt 1 Meter Gitter. An den Seitenwänden besteht die feste Wand auf den ersten 4 Metern ab jeder Ecke aus Glas, dazwischen schließt Gitter das Feld.
Diese Maße gelten für jede Bauart. Ein Panorama-Court hat deshalb nicht mehr Glas als ein Standard-Court, sondern weniger Stahl an den Rückwänden. Das Spielfeld, die Wandhöhen und die Stellen, an denen der Ball von Glas oder Gitter abprallt, bleiben gleich. Wer nur Buchungsstunden verkauft, bekommt für den Mehrpreis deshalb keine zusätzliche Spielzeit.
Der Mehrpreis entsteht an anderer Stelle. Ohne Pfosten müssen die Glasscheiben die Kräfte allein aufnehmen, die Ball, Spieler und Wind auf die Wand bringen. Dafür braucht es dickeres Glas.
Das 12-mm-Glas ist beim Panorama-Court Pflicht und kostet 1.000 bis 2.000 Euro Aufpreis
Die Wände eines Padel-Courts bestehen aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG), nicht aus Panzerglas. ESG ist durch Wärme vorgespannt und zerfällt beim Bruch in kleine, stumpfe Krümel statt in scharfe Scherben. Standard-Courts haben oft 10 Millimeter starkes ESG.
Beim Panorama-Court und beim Full-Panorama-Court ist 12 Millimeter starkes Glas statisch zwingend, weil die Scheiben ohne stützende Pfosten dazwischen auskommen. Der Aufpreis gegenüber 10-mm-Glas beträgt 1.000 bis 2.000 Euro je Court. An windigen Standorten und dort, wo Vandalismus droht, lohnt sich 12-mm-Glas auch für einen Standard-Court. Der britische Tennisverband LTA (Lawn Tennis Association) nennt in seinen Bauhinweisen von 2025 für Hallen 10 Millimeter und für Außenplätze 12 Millimeter starkes ESG.
Ein Panorama-Court verteuert einen Vereinsplatz um 8.000 bis 8.400 Euro
Der Court ist nur ein Teil der Rechnung für einen kompletten Padelplatz. Bauantrag, Fundament, Licht, Transport und Montage kosten bei allen Bauarten gleich viel. Die Tabelle nimmt einen Außenplatz mit einem Court, Ringfundament und Standard-LED und tauscht nur den Court aus.
| Außenplatz für einen Verein mit 1 Court | Summe | Mehrkosten gegenüber Standard |
|---|---|---|
| mit Standard-Court | 46.100 bis 76.000 Euro | keine |
| mit Panorama-Court und 12-mm-Glas | 54.500 bis 84.000 Euro | 8.000 bis 8.400 Euro |
| mit Full-Panorama-Court und 12-mm-Glas | 62.500 bis 94.000 Euro | 16.400 bis 18.000 Euro |
Bezogen auf die ganze Anlage macht der Panorama-Court den Vereinsplatz damit 10,5 bis 18,2 Prozent teurer. Der höhere Wert gilt am günstigen Ende der Spanne, weil der Mehrpreis dort auf eine kleinere Summe trifft. Die kommerzielle Beispielanlage des Kostenrechners mit Lärmschutz, Dränasphalt und Panorama-Court kostet 80.000 bis 129.500 Euro je Court.
Wer mehrere Courts baut, zahlt den Mehrpreis für jeden Court. Bei 4 Panorama-Courts sind das 32.000 bis 33.600 Euro mehr als bei 4 Standard-Courts.
An Küste und Inseln braucht jede Bauart verstärkten Stahl für 3.000 bis 5.000 Euro je Court
Für die Statik ist Deutschland in vier Windzonen eingeteilt. Die höchsten Zonen 3 und 4 betreffen vor allem die Küste und die Inseln, etwa Sylt oder Norderney. Dort reichen die Standardprofile von 100 mal 50 Millimetern oft nicht aus. Der Hersteller verbaut dann verstärkte Profile und zusätzliche Bodenanker. Dieser Aufpreis von 3.000 bis 5.000 Euro je Court kommt bei jeder Bauart hinzu.
Beim Panorama-Court wiegt der Wind schwerer, weil zwischen den Glasscheiben keine Pfosten den Druck auf das Glas abfangen. Lassen Sie sich vom Hersteller bestätigen, dass die Statik für die Windzone Ihres Grundstücks gerechnet ist. Das Fundament unter dem Court muss dieselben Kräfte in den Boden leiten.
Häufige Fragen zu Panorama-Court und Standard-Court
Spielt sich ein Panorama-Court anders als ein Standard-Court?
Ein Panorama-Court spielt sich wie ein Standard-Court, weil Spielfeld, Wandhöhen und die Lage von Glas und Gitter bei beiden gleich sind. Diese Maße schreiben die Spielregeln des Weltverbands FIP für jede Bauart vor. Der Unterschied liegt an den Glaswänden, an denen beim Panorama-Court keine Stahlpfosten zwischen den Scheiben den Blick verstellen.
Warum braucht ein Panorama-Court 12 Millimeter dickes Glas?
Ein Panorama-Court braucht 12 Millimeter dickes Glas, weil seine Glaswände ohne stützende Stahlpfosten zwischen den Scheiben auskommen. Das Glas muss die Kräfte von Ball, Spielern und Wind dort allein tragen. Der Aufpreis gegenüber 10-mm-Glas beträgt 1.000 bis 2.000 Euro je Court.
Was kostet ein Full-Panorama-Court?
Ein Full-Panorama-Court kostet 28.000 bis 38.000 Euro und mit dem vorgeschriebenen 12-mm-Glas 29.000 bis 40.000 Euro. Bei dieser Bauart fehlen neben den Pfosten zwischen den Glasscheiben auch die vier Eckpfosten. Fundament, Transport und Montage kommen hinzu.
Lässt sich ein Standard-Court später zu einem Panorama-Court umbauen?
Einen Standard-Court zu einem Panorama-Court umzubauen heißt, die Glaswände mit anderer Befestigung und 12-mm-Glas neu aufzubauen. Ob Teile des Stahlgerüsts weiter verwendet werden können, kann nur der Hersteller beurteilen, weil die Statik ohne Pfosten neu gerechnet werden muss. Holen Sie dafür ein Angebot ein und vergleichen Sie es mit dem Preis eines neuen Panorama-Courts.
Schreiben die Spielregeln für Padel in einer Halle einen Panorama-Court vor?
Die Spielregeln für Padel schreiben auch in einer Halle keinen Panorama-Court vor. Die FIP legt Maße, Wandhöhen und die Lage von fester Wand und Gitter fest, aber keine Bauart des Stahlgerüsts. Wer Panorama-Courts in eine Halle stellt, entscheidet sich damit für Zuschauersicht und Aussehen, nicht für eine Pflicht.